Was ist ein guter Ballettboden?

Ein sehr wichtiges Element, wenn nicht sogar das wichtigste Ausstattungselement einer Ballettschule ist der Boden des Ballettsaals.

 

Ein guter Ballettboden besteht aus einer spezifisch nachgebenden Bodenschicht und aus einem „Tanzteppich“, der die oberste Schicht darstellt.

Die Sprung- und Kniegelenke und die Wirbelsäule werden beim Ballett durch Schritte und Sprünge belastet, deshalb ist es wichtig, dass der Boden auf die „richtige“ Art und Weise nachgibt.

 

Das Problem bei leichtgewichtigen Personen wie z. B. Kindern ist, dass Holzschwingböden in klassischer Bauweise mit mehreren Lagen aus Brettern und Latten und einer Tragschicht aus Holz nicht schnell genug und nicht stark genug nachgeben. Die Stoßabsorption setzt so träge und schwach ein, dass der eigentliche Aufprall des Fußes nicht ausreichend gedämpft wird. Hinzu kommen noch unerwünschte Kontraschwingungen, so dass der Gelenk- und Muskelapparat neben der unzureichenden Dämpfung des eigentlichen Stoßes auch noch weitere Belastungen aushalten muss. Ein weiteres Problem bei Schwingböden mit Hohlräumen ist, dass die Absorptionseigenschaften an Stellen, an denen der Boden auf der Unterkonstruktion auflagert, anders sind als über den Hohlräumen.

 

Besser sind systemelastische Böden, die aus einer hohlraumfreien vollflächigen Dämmschicht und einer Tragschicht bestehen und schwimmend verlegt werden. Die Gleichung lautet: geringe zu beschleunigende Masse = spontane Reaktion = hohe Schutzfunktion.

 

In unserer Ballettschule haben wir einen systemelastischen Ballettboden verbaut. Die Oberflächenschicht besteht aus einem Tanzteppich (Profiqualität), so dass wir unseren Schülern und Schülerinnen und unseren Mitarbeitern optimale und gelenkschonende Unterrichtsbedingungen bieten.

 

Fazit: Systemelastische Böden sind Holzschwingböden vorzuziehen. Ein absolutes no go, insbesondere bei Kindern, sind Hölz- oder Steinböden, auf denen nur ein gewöhnlicher Tanzteppich verlegt wurde.

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